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[ Read Online 심청, 연꽃의 길 ¸ noir PDF ] by Hwang Sok-yong ↠´ Die Lotusbl te von Hwang Sok YongGenre Historischer Roman im asiatischen RaumErscheinungsdatum 2.
05.
2019 gelesen dank Netgalley als Ebook EPub im Juni 2019Dieses Buch kann und muss man meiner Meinung nach aus zwei Blickwinkeln betrachten Zum Einen ist es ein Buch in der Tradition eines chinesischen Kopfkissenromans, d.
h die Lebensgeschichte in diesem Fall einer Frau, die sich von der Jugend bis zu Alter und Tod entfaltet, dabei etliche erotische Episoden darlegt und zus tzlich durch ausf hrliche Schilderung kultureller Aspekte von Dekoration, Landschaften und Einrichtungsdetails bis hin zur Rezitation von Liedern und Gedichten diesen Bereichen wesentlich mehr Raum zubilligt als dem Gef hlsleben der handelnden Personen F r diese Zielsetzung ist das Buch, dessen geografische Bandbreite von Korea ber China, Taiwan bis Japan reicht, gr tenteils erfolgreich Die politischen Aspekte rund um den Boxeraufstand h tten noch ein wenig mehr beleuchtet werden k nnen und beim Gef hlsleben wirkt der Autor unschl ssig, ob er eher oberfl chlich bleiben oder sich auf tiefgehende Gef hle einlassen soll.
Der zweite Zugang w re ein westlicher Blick Hier finden wir eine Geschichte, in der eine 15j hrige als Lustm dchen an einen Greis verkauft wird, nach dessen Tod in der Prostitution landet, immer wieder Chancen hat, den Absprung zu schaffen, aber dennoch immer wieder im Milieu landet Es wechselt zwischen Konkubine gekaufte Liebhaberin, Billighure, gesellschaftliche Unterhalterin mit Escortanteilen bis hin zur Leiterin eines Zwischendings zwischen Bordell und niveuvollem Salon und selbst als sich aus einer Liebe die M glichkeit entwickelt dauerhaft ein anderes Leben zu f hren, bleibt es doch nur ein Intermezzo.
Als Buch in historischer Tradition finde ich das Buch gelungen, als heutigen Roman, der von einem heutigen Menschen geschrieben wird, ist die Ausnutzung von Lotusbl te f r mich ein Grund das Buch als f r mich eher nicht interessant einzuordnen DieLotosbl te NetGalleyDE HwangSok Yong KathrinliebtLesen Rezension bookstagram Die Frau mit den vielen Namen Die Lotosbl te von Hwang Sok Yong erz hlt die Geschichte des Lebens einer Frau, die im Laufe der Geschehnisse viele Namen bekommt Als Shim Chong im heutigen Korea geboren, w chst sie bei ihrem blinden Vater auf Die Mutter ist fr h verstorben und die Zust nde auf dem s dostasiatischen Kontinent und Inseln sind nicht die Besten So tr gt es sich zu, dass Chong in die H nde von Menschenh ndlern ger t und verkauft wird Als Konkubine eines reichen alten Chinesen wird sie gut behandelt und fortan Lenhwa genannt Nach nicht allzu langer Zeit verstirbt dieser neben ihr im Bett nach den Anstrengungen des Liebesspiels.
Lenhwa ist ein robustes M dchen und sie will hoch hinaus ber Kontakte, die sie im Laufe ihrer Zeit schlie t, gelangt sich schlie lich an einen Nachfahren des verstorbenen Chinesen Dieser leitet ein Vergn gungsetablissement mit dem klangvollen Namen Tempel des Gl cks und der Freude Lenhwa, h bsch und beliebt, verdient sich dort in kurzer Zeit ein gutes Image Sie lernt das bewirten, unterhalten, singen und das Musizieren mit Zupfinstrumenten Rasch steigt sie zur Hawachia auf, zur besten Gesellschafterin des Hauses Einigen wenigen G sten erlauben Eigent mer Kuan und die Lingchia , die Vorsteherin des Freudenhauses, mit Lenhwa zu schlafen Auch verliebt sich Lenhwa das erste Mal in einen jungen K nstler, der im Tempel des Gl cks und der Freude gemeinsam mit seiner Familie darbietet Sp ter beschlie t sie mit ihm zu gehen Die beiden heiraten.
In den Wirren des Opiumkrieges, in der Mitte des 19 Jahrhunderts in China, kommt es zu brutalen Auseinandersetzungen Lenhwa und ihr Mann ertr umen ihre Zukunft, werden aber durch die Turbulenzen voneinander getrennt Erneut gelangt Lenhwa in die H nde von Menschenh ndlern, von denen sie der Reihe nach vergewaltigt wird Im Anschluss wird sie verschifft und landet in einem Freudenhaus in Formosa, dem heutigen Taiwan.
Weitere Namen, die Chong auf ihrer Lebensreise erh lt sind Lotus europ isch und Lenka japanisch Sowie Lenhwa chinesisch bedeuten alle neuen Namen ungef hr dasselbe und kennzeichnen einen ausschlaggebenden Lebensabschnitt der vom Schicksal getretenen Koreanerin Als Gesellschafterin, Mutter, Konkubine, Zweitfrau, Frau eines japanischen Politikers, Geisha und nicht zuletzt Mama san wiederfahren ihr noch weitere Schicksale, die sie ma geblich pr gen.
Wirklich immer nimmt sie die Wendungen von Zeit und Raum an und stellt sich selbstbewusst und ohne zu jammern ihren Herausforderungen Dabei ist sie im sp teren Verlauf jederzeit proaktiv und lenkt stolz ihr Leben in Bahnen, die ihre Erfahrungen sie gelehrt haben.
Ganz verstanden habe ich es nicht Ihr sind so viele Dinge passiert, aber niemals hat sie sich selbst verloren Stolz geht sie ihren Weg als asiatische Frau dieser Zeit keine Zweifel, keine ngste Zumindest scheint dies zwischen den Zeilen lesbar zu sein Der Schreibstil ist jederzeit vernunftbetont und die innere Gef hlswelt der Protagonisten wird so gut wie nie offenbart Allein an Handlungen und in kurzen R ckerinnerungsmomenten von Chong werden einige Gedanken offengelegt und der Leser erf hrt nicht nur durch Handlungen und Beschreibungen des Geschehens, was Chong denkt oder f hlt Im Allgemeinen wird die Geschichte durch Handlungen und Beschreibungen des gesellschaftlichen Umfelds historisch ummantelt vorangetrieben Das Ganze bekam f r mich einen recht anschaulichen, aber gef hlskalten Anstrich.
Und wieder denke ich, da der Autor einer Kultur entspringt, mit der ich nur sehr oberfl chlich vertraut bin, verstehe ich einige Beschreibungstiefen und untiefen nicht sonderlich Ich konnte mich wahrscheinlich in Chong als Frau hineinf hlen, aber ich konnte nicht den in Asien geborenen Menschen deschiffrieren, da meine europ ischen Wurzeln mir ganz andere Dinge beibrachten Umso spannender und dankbarer bin ich, dieses Werk gelesen zu haben zeigte es mir doch eine historische Welt, von der ich bisher nicht viel wusste.
Il Libro Racconta La Vita Avventurosa Di Una Giovane Donna, Shim ChongShim Chong Ha Solo Quindici Anni Quando Viene Venduta Dal Padre Vedovo La Madre Morta Dandola Alla Luce A Un Mercante Cinese Che La Conduce In Cina Per Diventare La Concubina Di Un Ricco Ottuagenario Durante Il Viaggio In Mare Dalla Corea Alla Cina, Si Consuma Una Cerimonia Dopo La Quale Lei Riceve Un Altro Nome E Un Altra Vita Diventa Lianhua, Fiore Di Loto Qui Viene Iniziata Ed Educata Ai Codici Richiesti Dal Suo Nuovo Ruolo, A Vestirsi, Truccarsi, Profumarsi Per Ricevere Quando La Notte Illuminata Dalle Lanterne Rosse Il Suo Signore Padron Chen L Uomo Ha Ottant Anni E, Nonostante L Ardore Che Lo Anima, Alla Sua Morte, Che Sopraggiunge Nel Letto Della Giovane Dopo Una Notte Di A, Fiore Di Loto Ancora Vergine Ma Per Poco Sar Infatti Posseduta Contro La Sua Volont Dal Figlio Scapestrato Del Padrone E In Cambio Verr Da Lui Condotta A Jinjiang Per Continuare Il Suo Apprendistato Nell Universo Delle Case Da T , Dove Le Geishe Danzano, Suonano E Cantano E Servono Gli Ospiti Che Dopo Aver Giocato A Mah Jong, A Dadi, A Carte Richiedono I Piaceri Della CarneLe Avventure Di Lianhua Si Svolgono Tra Terra E Mare, In Residenze Signorili, Bordelli, Regge E Case Da T Fiore Di Loto Viaggia Da Nanchino A Taiwan A Singapore Nella Sua Lunga Vita Concubina, Prostituta, Geisha, Moglie Il Marito Verr Condannato A Morte Tramite La Pratica Del Seppuku , Madre, Tenutaria Di Case Di Piacere, Fino A Essere, Per Un Breve Periodo, Anche Una PrincipessaChong Muore Anziana, Dopo Essersi Ritirata In Una Sorta Di Eremo Insieme Alla Fedele Dama Di Compagnia E A Un Monaco, Confortata Dall Affetto Di Una Ragazza Che, In Un Perfetto Movimento Circolare, Sembra Lei Da GiovaneSullo Sfondo, Sok Yong Descrive Con Precisione E Lucidit I Problemi Legati All Enorme Cambiamento Che La Cina Ha Attraversato Con Il Colonialismo E La Modernizzazione Ed Ben Tratteggiata La Fine Di Un Mondo, Un Mondo Inesorabilmente Segnato Dall Apertura All Occidente Aufgewachsen in bitterer Armut bei ihrem blinden Vater wird Chong schon in jungen Jahren durch deren Stiefmutter nach China verkauft Dort f hrt sie unter dem Namen Lenhwa ein Leben als Konkubine an der Seite eines betagten und einflussreichen Familienoberhauptes, welches sich durch seine junge Geliebte ein langes Leben verspricht Doch als dieser sein Leben schneller aushaucht als ihm liebt ist, beschlie t sie fortan ihrer eigenen Wege zu gehen Doch dies ist gar nicht so einfach, weshalb sie auf die Hilfe eines wohlhabenden Gesch ftsmannes zur ckgreift, welcher zugleich Sohn des Verstorbenen ist Als Lenhwa an dessen Seite nicht nur an Einfluss sondern zugleich auch dessen Herz f r sich gewinnt, merkt sie schnell, dass diese Gef hle nur einseitig sind, da ihr Herz bereits einem anderen Mann, einem mittellosen Musiker, geh rt Kurzentschlossen brennen sie gemeinsam durch, doch das Gl ck w hrt nicht lange und Lenhwa ger t erneut in die H nde von Menschenh ndlern Dort setzt sich ihre langj hrige Odyssee fort, in der Lenwha nicht nur von ihrem Geliebten getrennt wird sondern zugleich auch noch ein Leben als Prostituierte in einem Bordell f hren muss In der Hoffnung auf ein besseres Leben beschlie t sie f r dieses zu k mpfen und nutzt dabei ihre m chtigsten Waffen, welche neben ihrem scharfen Verstand vor allem ihre Sch nheit und ihr K rper sind Mehr Handelsware als Mensch f hrt ihr Weg sie von den Ufern des Gelben Flusses ber Shanghai, Taiwan und Singapur bis ins ferne und geheimnisvolle Japan, jenem Land in welchem die sagenumwobenen Geishas M nner mit einem Wimpernschlag den Kopf verdrehen Wird es Lenhwa, welche tief in ihrem Inneren Chong nie verloren hat, trotz aller Widrigkeiten gelingen, ein menschenw rdiges und erf llendes Leben zu f hren Mit seinem Werk Die Lotosbl te hat der koreanische Autor Hwang Sok Yong ein Werk von sinnlicher und zugleich atemberaubender Sch nheit geschaffen Tief und zugleich stellenweise unglaublich leicht erz hlt er hier aus dem Leben der jungen Chong, welche schon in jungen Jahren erleben muss, dass das Leben ein stetiger Kampf zwischen Gut und B se ist Erlebt sie einerseits entsetzliche Torturen auf ihrer Odyssee durch ihr g nzlich unbekannte L nder, gibt er andererseits dem Leser immer wieder Gr nde zu hoffen und mit der jungen Frau mitzufiebern Eindringlich und facettenreich schildert er hierbei nicht nur das Leben jener jungen Frau, er verwebt deren Geschichte zudem eindrucksvoll mit wichtigen historischen Ereignissen, welche dem Leser mal mehr und mal weniger ausf hrlich dargelegt werden Von besonderer Sch nheit sind dabei auch einzelne Schilderungen zu Umgebung und einzelnen Protagonisten, welche die Handlung insgesamt so sehr authentisch und zugleich auch berzeugend gestalten Da dieses das erste Buch eines asiatischen Autoren f r mich war, musste ich mich anf nglich erst an den stellenweise malerischen und beinahe kunstvollen sprachlichen Ausdruck des Autoren gew hnen Negativ oder gar unangenehm empfand ich dies jedoch nicht Schnell habe ich vielmehr bemerken d rfen, dass es sich bei diesem Werk um ein besonderes Werk von irdischer Sch nheit sowie von stellenweise unmenschlicher Grausamkeit handelt, welches mich innerhalb der ersten Seiten komplett an sich fesseln konnte Oft habe ich mit Chong, deren im Laufe der Handlung immer wieder variieren, mitgelitten, mitgef hlt und auch mitgehofft Beachtlich empfand ich jedoch auch hier besonders, wie sehr sie sich w hrend ihrer Odyssee auf der Suche nach dem Gl ck und einem Platz im Leben von einer eher schw chlichen, jungen Frau zu einer starken und k mpferischen Frau entwickelt, welche nicht nur genaue Vorstellungen vom eigenen Leben besitzt sondern zugleich auch bereit ist, f r andere zu k mpfen Die L nge der einzelnen Kapitel, welche durch eigene berschriften gegliedert sind, empfand ich als angenehm und auch die vielen in den Satzbau eingeweihten asiatischen Begriffe empfand ich nicht als st rend Sie verliehen viel mehr der Handlung noch zus tzlich an Authentizit t Unverst ndliches wird in einem Glossar auf den letzten Seiten des Buches erkl rt, wo man w hrend des Lesens bequem nachschlagen kann, um diese zu ergr nden Die Umschlaggestaltung wirkt ebenso wie die Buchbindung sehr hochwertig und zugleich auch passend zum Inhalt, weshalb dieses Buch nicht nur u erst h bsch ist sondern zugleich auch w hrend des Lesens sehr angenehm in der Hand liegt Insgesamt konnten mich die u ere sowie die inhaltliche Gestaltung absolut von sich berzeugen, zudem eignet es sich hervorragend als Geschenk f r begeisterte Leser auf der Suche nach anspruchsvoller Literatur.
Chongs Mutter ist fr h gestorben und das M dchen w chst bei ihrem blinden Vater auf Als dieser eine neue Frau kennen lernt, ist das Schicksal der Tochter besiegelt Die Stiefmutter verkauft sie, fast noch ein Kind, als Konkubine an einen Greis in China Aus Chong wird dort Lenhwa, die Lotosbl te, und ein Leben voller Leid und Schmerz beginnt f r das junge M dchen.
Sprachlich ist der Roman des koreanischen Autors Hwang Sok Yong durchaus gelungen bildliche Beschreibungen und eingestreute Lieder und Gedichte unterstreichen die melancholische Grundstimmung Die Handlung spielt im 19 Jahrhundert in Ostasien Es ist eine Zeit der politischen Unruhen und Kriege, die schlie lich zu einer ffnung Asiens f r die europ ischen M rkte f hrt Die Lotosbl te erscheint gut recherchiert und authentisch, die Begrifflichkeiten sind jedoch, wenn man so wie ich kein profunder Kenner der asiatischen Neuzeit ist, recht sperrig Alte Namen und L nderzugeh rigkeiten machen Chongs Weg durch Korea, China, Taiwan und Japan nur schwer nachvollziehbar Ein Glossar am Ende des Buches hilft hier nur begrenzt weiter.
Gut beschrieben ist hingegen, wie unsicher und ausweglos die Situation f r junge Frauen in dieser Epoche war Als Sklavin verkauft, m ssen sie oft ihr ganzes Leben eine finanzielle Schuld bei ihrem Peiniger abarbeiten, dabei sind sie es doch, denen die Freiheit genommen wurde Rettung bringt auch hier wieder nur potenzieller Ehemann, der seine Geliebte freikauft Ein grausames System, das sich als moderne Frau nur schwer nachvollziehen l sst und vielleicht liegt auch hier das gr te Problem des Romans Chong erf hrt, vor allem zu Beginn der Handlung, eine ganze Reihe an Vergewaltigungen und Misshandlungen Dennoch liest sich gerade dieser Teil mehr wie ein erotischer Roman, als einer, der Gesellschaftskritik ben will Erst als neben Chong die Figur von Lingling eingef hrt wird, wird an diesem jungen M dchen deutlich, wie sehr die Frauen unter dieser Arbeit seelisch und k rperlich zu leiden haben.
Mit dem Leid seiner Protagonistin hat der Autor es m glicherweise auch etwas bertrieben Eigentlich zieht es sich durch ihr gesamtes Leben und gl ckliche Phasen sind immer nur von kurzer Dauer, bis die n chste Katastrophe eintritt Vielleicht ist auch das wieder ein sehr westlicher Gedanke, aber ich h tte mir von der Figur mehr Entwicklung gew nscht sie bleibt immer sehr abh ngig von M nnern, egal in welcher Form Auch wenn sie sich aus manchen Zw ngen im Verlauf der Handlung befreien kann, oft tauscht sie nur ein Gef ngnis gegen das n chste.
Fazit Eine bedr ckende Geschichte aus dem historischen Ostasien Klappentext Denkt man an ein m rchenhaftes Schicksal, so kommt man nicht sofort auf Kurtisanen und Frauenhandel, doch es ist tats chlich ein alter koreanischer Mythos, der diesem Meisterwerk zugrunde liegt Darin entf hrt Hwang Sok Yong den Leser in das Asien des 19 Jahrhunderts, in eine Welt des Opiumhandels und der Prostitution Von der Stiefmutter verkauft, findet sich die 15 Jahre alte Shim Chong pl tzlich als Zweitfrau eines alten Chinesen wieder Lenhwa, Lotosbl te, hei t sie jetzt, und alles ist so furchtbar anders, als sie es gewohnt ist Viel zu essen hatte sie nie, und Betteln war ihr t glich Brot, denn sie diente ihrem blinden Vater als Augenpaar, doch der Alltag in dem fremden Haushalt kommt ihr erst recht vor wie ein b ser Traum.
Als ihr Ehemann stirbt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass dies f r sie nur die erste Station einer Odyssee ist, die sie, als Handelsware missbraucht, von den Ufern des Gelben Flusses ber Shanghai, Taiwan und Singapur bis in das Land der Geishas f hren soll Nach unz hligen sinnlichen wie schmerzvollen Erfahrungen entdeckt Shim Chong eines Tages die Macht ihres K rpers und nimmt ihr Leben in die eigenen H nde.
Meine Meinung Da ich ein gro er Fan Der Geisha von Arthur Golden war und generell sehr gerne B cher lese, die die asiatische Kultur aufgreifen, war Die Lotosbl te ein absolutes Must Have Buch.
Der Autor legt einen sehr detailreichen und manchmal auch sehr ausschweifenden Schreibstil an den Tag Ich habe einige Zeit gebraucht um in die Geschichte hinein zu tauchen Am Anfang war ich etwas irritiert das Kwang Sok Yong seine Charaktere ohne viel Schnickschnack und Tiefe pr sentiert Je mehr ich aber von der Geschichte gelesen habe desto mehr wurde mir klar, dass das die Figuren nicht unbedingt brauchen um das Buch mitrei end und spannend zu gestalten An manchen Stellen holt er weit aus und man bekommt einiges an Hintergrundinformationen ber die asiatische Kultur Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits fand ich es an manchen Stellen sehr anstrengend zu lesen Denn durch die vielen Nebeninformationen die er einflie en l sst, haben manche Szenen f r mich ein wenig an Farbe verloren Auch waren mir dadurch manche Zusammenh nge von Handlungen und Ereignissen nicht ganz klar Mit Chong als Hauptcharakter konnte ich mich anfangs nicht unbedingt anfreunden, im Laufe der Geschichte jedoch habe ich sie f r ihren Mut ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen sehr bewundert Was sie teilweise erleben und erleiden muss, hat mich oft tief ins Herz getroffen Eine wundersch ne und doch grausame Geschichte einer jungen Frau.
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen Und wurde weitgehend nicht entt uscht Der Autor schafft einen wunderbaren Einblick in die Kulturen und Traditionen der damaligen Zeit, bei dem Asienfans, wie ich es einer bin, definitiv auf ihre Kosten kommen Bis auf ein paar kleine Kritikpunkte die ich oben genannt habe, ein ganz wundervolles Buch, welches mich durch seine Erz hlgewalt begeistern konnte.
Der s dkoreanische Autor Hwang Sok Yong schafft mit Die Lotosbl te einen Rundumschlag in der ostasiatischen Geschichte des 19 Jahrhunderts Verdichtet am Schicksal der als 15 j hrigen verkauften Chong wird aus verschiedenen St dten und L ndern berichtet Thematisiert wird das allt gliche Leben der Menschen in einer Zeit des Wandels, aber auch Menschenhandel und Politik werden angesprochen Klar wird, dass es zwischen den verschiedene ostasiatischen V lkern Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede gibt Interessant auch, dass hier schon die Globalisierung der Welt zu erkennen ist einerseits in der Migration und Vermischung der verschiedenen asiatischen Bev lkerungsgruppen, die meist friedlich mit oder nebeneinander leben, andererseits im wachsenden Einfluss westlicher Staaten in der Region.
Oft fiel es mir, die ich mich in der Geschichte Asien nicht gut auskenne, aber etwas schwer, das Beschriebene r umlich und zeitlich einzuordnen So fehlt im am Buch schon die grundlegende Information, dass die Handlung im 19 Jahrhundert spielt Auch die Orte waren mir oft unbekannt oder mir war zumindest unklar, zu welchem Land Herrschaftsgebiet sie in der Zeit geh rten Im Glossar wird einiges, aber nicht alles erkl rt Meist konnte man der Handlung aber dennoch gut folgen, auch wenn manche Details vielleicht auf der Strecke blieben Im letzten Viertel prasselt es dann aber nochmal mit historisch politischen Umst nden und japanischen Begriffen regelrecht auf den Leser ein Das war etwas zu viel Hier h tte ich fast die Lust verloren weiter zu lesen, wollte aber so kurz vor Ende nicht mehr aufgeben.
Sprachlich liest sich das Buch f r mein mitteleurop isches Empfinden oft etwas emotionslos bis h lzern Die Personen werden zudem nur sehr oberfl chlich charakterisiert Das ist f r mich ungewohnt und nicht ganz eing nglich, aber im G nze doch akzeptabel man liest hier immerhin ein Buch aus einer ganz anderen Erz hl Kultur.
Man sollte Interesse und Offenheit mitbringen, dann kann man diesen fast 500 Seiten umfassenden Roman mit Gewinn lesen Es handelt sich aber nicht um eing ngliche, leichte Unterhaltungsliteratur.


Shim Chong is a Korean folktale heroine, possibly of supernatural origin, who is born as the daughter of a poor blind man Her mother dies in childbirth and Chong grows up begging with her father When she reaches adolescence, a Buddhist monk tells her father that his blindness will be cured if he donates a certain amount of rice to the monk s monastery The amount is well beyond what they can earn begging, so Chong sells herself to some sailors to be a sacrifice to the Sea God The gods are impressed by her filial devotion and so when she is thrown into the sea, she is kept alive in the Palace of the Sea God Eventually, she is returned to the world in a lotus blossom and becomes the wife of the king She convinces her husband to hold a banquet for all the blind men of the kingdom her father, still poor and blind the monk is a fraud , attends the banquet Chong exclaims to him, See your daughter and he is suddenly cured of his blindness.
Hwang Sok yong in this novel turns this folktale into a realistic historical novel set in the nineteenth century Shim Chong in the novel is also the daughter of a blind beggar she is sold at fifteen to a Chinese merchant She is thrown into the sea as a mock sacrifice to the Sea God, but is recovered and renamed Lenhwa Lotus and taken to China to become the concubine of an aged rich tea farmer After his death, she undergoes a variety of adventures, working in various pleasure houses and brothels in China and Formosa, becoming the concubine of a rich British official in Singapore, and the owner of her own place in the Ryukyu Islands, where she eventually marries the local prince In the end, she returns to Korea.
Despite the references to the folktale, which would beapparent to a Korean audience, this is essentially a realistic description of the sex industry and trafficking in the nineteenth century, set against the background of colonialism, the Opium War, the Taiping Rebellion, the opening of Japan by Commodore Parry, and the Japanese domination of the Ryukyu Islands I read this in a French translation as far as I can see, the novel is not yet translated into English.
Meine MeinungIch tauche literarisch sehr gerne in fremde Welten ein Mit diesem Buch war ich in S dkorea, in China und auf den Japanischen Inseln und dies in einem Zeitraum von ca 60 Jahren Wir befinden uns in der Zeit Mitte des 19 Jahrhunderts, als Chong aus ihrer Heimat S dkorea nach China in die Prostitution verkauft wird Aus Chong wurde Lenhwa, die Lotosbl te Ihr Weg geht aber weiter ber mehrere chinesische Stationen, als aus Lenhwa Lotos und schlie lich Lenka, die als Frau eines F rsten aus Ry ky wird und endlich ein ehrbares Leben f hrt.
Der Autor erz hlt ber Chong die Geschichte der Frauen aus der Zeit im 19 bis Anfang 20 Jahrhundert Und diese ist traurig, hart und voller Gewalt Nicht selten wurden junge M dchen entf hrt oder sogar von ihren Familien verkauft und landeten in Bordellen, in denen sie Prostituierte und manchmal auch zu Geishas ausgebildet wurden Dabei lernten sie spezielle Teezeremonien, Tanz, Konversation und Instrumente spielen.
Der Schreibstil des Autors ist sehr detailreich und oftmals mit erotischen Beschreibungen gespickt, die m.
M.
n dadurch die Gewalt an M dchen und Frauen verharmlost Diese Passagen lesen sich lustvoll, obwohl man davon ausgehen kann, dass Frauen dabei keine Lust versp rt hatten.
Als Leser in erf hrt man viel ber die Historie von S dkorea, China und Japan Leider werden aber nie Daten und Jahreszahlen genannt und man muss sich somit selbst auf die Suche begeben und recherchieren Die alten Namen der St dte erschweren zudem die Recherche Ich habe viel Zeit im Internet auf Wikpedia und Google Maps verbracht, um der Reise von Chong zu folgen und zu verstehen, was gerade politisch geschehen war Eine Karte mit den wichtigsten St dten und Chongs Reiseroute w re ein gro er Gewinn f r das Buch gewesen Sehr schade, dass w hrend des Lektorats niemand auf diese Idee gekommen war Immerhin gibt es am Ende ein Glossar mit den wichtigsten ausl ndischen Begriffen Das hat mir sehr gut gefallen.
Trotz des Bildreichtums der Sprache schafft es Hwang Sok Yong nicht, den die Leser in f r das Schicksal von Chong und all den anderen Frauen zu begeistern Etwas distanziert stolpert man von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt, obwohl das erste Viertel noch begeistern konnte.
Gerade im letzten Viertel vollzieht der Autor einen Erz hlbruch, der das Lesen ziemlich erschwert Politik, K mpfe und Machtscharm tzel gelangen in den Vordergrund In der Weltgeschichte ist viel passiert und alles findet auf ein paar wenigen Seiten Platz im Buch Dabei ist Chong nur noch eine Randfigur Die Jahresspr nge werden gr er und als jemand, der sich mit der asiatischen Geschichte nicht so auskennt, f hlt man sich inhaltlich etwas abgeh ngt.
FazitEin opulentes Buch mit viel Historie, in dem der Fokus auf das Leben der Frauen im 19 Jahrhundert gesetzt wird Wer neben dem Lesen auch noch gerne weiter recherchiert, ist bei diesem Buch ganz richtig Alle, die eine spannende Geschichte ber eine Frau erwarten, die sich ber das m nnliche Geschlecht stellt und ihr Leben wirklich in die Hand nimmt, werden eher entt uscht sein und sollten die Finger vom Buch lassen Ein insgesamt gutes und aufschlussreiches Buch mit einigen Schw chen, die leider das Lesen erschweren.
Eine Frau mit vielen Namen und einer abenteuerlichen Geschichte Shim Chong Das Buch beginnt gleich mit ihrer Reise nach China, wo sie als Konkurbine an einen Chinesen verkauft wird Was schon unglaublich klingt, ist jedoch erst der Anfang von der Geschichte Shim Chong, die sp ter Lenwha, also Lotosbl te, genannt wird Mit voller Begeisterung verfolgte ich ihre Lebensgeschichte und war voller Spannung, Erwartung, wurde berrascht und schockiert und sogar zu Tr nen ger hrt So wundervoll das Buch auch angefangen hat, desto schw cher wird es jedoch gegen Ende hin Lenwhas Lebensweg zu verfolgen ist spannend und aufregend, bietet viele interessante Einblick in das Leben der Geishas und der Kultur Chinas, aber im Laufe der Handlung r ckt die Entwicklung Lenwhas immer mehr aus dem Fokus und im letzten Drittel fiel es mir schwer, in der Protagonistin noch diesselbe Person wahrzunehmen, die ich anfangs so faszinierend fand Deshalb verlor das Buch ab der H lfte mehr und mehr von seinem Reiz und auch das Ende lies mich eher entt uscht zur ck FAZIT Eine faszinierende Geschichte, die sich leider ein wenig verirrt und mich deshalb bis zum Schluss nicht ganz zufriedenstellen konnte.